Akademische Reitkunst

Die Anfänge der Reitkunst lassen sich bis 400 v.Chr. auf Xenophon zurückverfolgen. Xenophon, Feldherr und Philosoph, schrieb das erste Buch zur Kampfreiterei „Über die Reitkunst“. Zahlreiche Skulpturen und Gemälde zeigen zu dieser frühen Zeit Szenen in der Schlacht zu Pferde, einhändig auf blanke Kandare geritten.

Im 16. Jahrhundert n. Chr. begann mit Antoine Pluvinel die Blütezeit der französischen Renaissance Reiterei. Er unterrichtete König Ludwig XIII in der Kampfkunst zu Pferde. In seinem Buch „L'instruction du roy en l'exercice de monter à cheva“ gab er seinem König Ludwig XIII genaue Instruktionen für die Ausbildung von Pferd und Reiter für den Nahkampf. Ein besonderes Augenmerk legte er auf eine gewaltfreie und pädagogische Ausbildung von Pferd und Reiter.

Zu Beginn der Barock Zeit führen Fürsten nicht mehr Ihre Truppen in die Schlacht. Die Kampfreiterei wurde nun zu einer Kunstform welche zu Reiterspielen auf ihre Tauglichkeit geprüft wurden. François Robinchon de la Guérinière führte zu dieser Zeit eine eigene Reitschule und wurde später am Hof von Ludwig XV beschäftigt. In seinem Werk „École de Cavalerie“ sieht er die Ausbildung des Pferdes als eine Vervollkommnung der Natur und wollte diese darüber hinaus bereichern.

Alle Meister in dieser Historie haben die Gebrauchsreiterei für den Nahkampf immer als Ziel gesehen. So wurde Reitkunst nie gekünztelt.

Mitte des 18. Jahrhunderts löste der Bidermeier einen Wandel in Europa aus. Die Kunst, Architektur, Lebensart bis hin zur Reiterei wandelten sich. Die Reitkunst musste der Militärreiterei weichen. Eine neue Kriegsführung benötigte nun eine andere Reiterei. Präzise Reitkunst im Nahkampf auf einem Schlachtfeld wurde gegen Bewegungskriege über große Distanzen ersetzt. Für diese Art der Reiterei schrieb Gustav Steinbrecht, ein Schüler von Louis Seeger, das Standardwerk „Gymnasium des Pferdes“. Dieses sollte Soldat und Pferd für den Dienst auf dem Feld vorbereiten. In mehreren Fassungen wurde sein Werk immer mehr zusammen gefasst und es verlor immer mehr an Inhalt.

Die Akademische Reitkunst knüpft an die Lehren der alten Meister an. Bent Branderup (R) war langjähriger Schüler der Escuela Andaluza del Arte Equestre in Jerez de la Frontrera. Bei weiteren Meistern der Reitkunst wie zum Beispiel Nuno Oliveira oder Egon von Neindorff bildete er sich weiter fort. Durch das Studium der vielen Schriften alter Meister beginnt mit Bent Branderup die Auferstehung der Reitkunst. Der Akademischen Reitkunst.

 Ich bin stolz mich als Schülerin bei Herr Branderup weiterbilden zu können und Mitglied der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst zu sein.

Hier geht es zur Website der Ritterschaft.