Über uns

Bereits als kleines Kind durfte ich ohne Sattel auf der Warmblutstute meiner  Eltern durch Wald und Flur schaukeln. Sehr bald ritt ich auch frei ohne Führer und Longe. Meine Eltern ermöglichten mir schon ab der Grundschulzeit die Teilnahme an Reitunterricht in Dressur, Springen und Gelände unter professioneller Anleitung auf Kleinpferden und später auch auf Großpferden. Während meiner Schulzeit begann ich Privatpferde zu pflegen und zu reiten und die ersten Abzeichen zu erwerben. Außerdem  entdeckte unsere Familie das Reiten auf Islandpferden. Wir erwarben Kjarkur - genannt Dicker -als unser Familienreitpferd. Er wurde mein toller Partner bei flotten Ausritten mit Freunden in allen Lebenslagen,  beim Springen und bei allerlei verrückten Sachen wie z. B. Skijöring. Mit Kjarkur habe ich das silberne Reitabzeichen des IPZV e. V. und unerwartet viele Turnierschleifen erringen können, aber auch mit Gleichgesinnten an Schaunummern teilgenommen. 

Bei allen Erfolgen war mir die Kameradschaft und innere Verbundenheit mit unseren  Pferden  sowie deren persönliche Versorgung und Pflege immer das Wichtigste. 

Einige Jahre später kam noch Kraki  - genannt die Krake - zur Familie hinzu. Mit ihm wollte ich, nachdem ich einen vierwöchigen Praktikumsaufenthalt auf Island absolviert hatte, meinen Traum vom Rennpassreiten erfüllen. Kraki erwies sich jedoch als Durchgänger im Gelände. Beinahe hätten sich unsere Wege getrennt, wäre ich nicht durch Zufall auf ein Seminar von Bent Branderup gestoßen wäre. Mein Entschluss, die von Herrn Branderup in Theorie und Praxis aufgezeigten Grundsätze weiter zu verfolgen, stand sofort fest. Ich ließ mir von entsprechend autorisierten Ausbildern Lektionen in Bodenarbeit, Handarbeit und Reiten  erteilen und besuchte  Seminare.

Kraki hat sich seither vom kopflosen Durchgänger zu einem feinfühligen Reitpferd mit einem ausgesprochenen Talent für das Reiten im schulmäßigen Sinne verwandelt. Auch der eher unkoordinierte Kjarkur hat enorm an Beweglichkeit und Ausdruck gewonnen.

Um eine Basis als Ausbilder zu erlangen, absolvierte ich viele Kurse und schloss mit meinen Pferden die Prüfung zum IPZV Trainer C mit sehr gutem Erfolg

Beständig bin ich neugierig um eine Erweiterung meiner Kenntnisse und Fähigkeiten bestrebt. Die Teilnahme an Kursen bei namhaften Lehrern ist mir äußerst wichtig. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 konnte ich mich während mehreren Praktika bei Bent Branderup intensiv fortbilden. Seit 2009 ich mehrmals im Jahr Seminare von Bent Branderup als Reiter. Seit 2018 bin ich Lizensierte Trainerin bei Bent Branderup ®.

Kraki v. Mönchhof

Kraki, ist in 2001 geboren und mein Lehrmeister. 

Durch Kraki habe ich zu Bent Branderup und der Akdemischen Reitkunst gefunden. 

Als ich Kraki 2006 kaufe lag mein Fokus nur im Sportreiten und weiteren Erfolgen. Kraki machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung. Er entpuppte sich als panischer Durchgänger. Nach einigen Unfällen und vielen Kilometern unbremsbarem Galopp sah ich ein, einen anderen Weg für uns finden zu müssen. Durch die Akademische Reitkunst haben Krake und ich zusammen gefunden und gehen unseren Weg gemeinsam.

Kraki ist 5-Gänger. Nach einiger Zeit konnte ich verschiedene Arten von Schwung in allen Seitengängen mit Kraki arbeiten und wird kamen uns in der Arbeit immer näher. Im Oktober 2011 hatte er einen Unfall auf dem Paddock. Unser Training stoppte von einem auf den anderen Tag. Die Diagnose des Tierarztes war ein Schock. Der Innenmeniskus hatte sich aufgelöst und die Bänder über den Knie waren zu lang. Mir wurde gesagt, dass er mit etwas Glück noch auf der Koppel stehen kann. Nach dem Schreck beschloss ich Krake noch einmal aufzubauen. Durch die Reha habe ich viel über die Zusammenhänge seines Körpers verstanden. Im Januar 2013 konnte ich mit Kraki sogar die Wappenträgerprüfung ablegen.

Er hat mir beigebracht akribisch und systematisch zu arbeiten. Und das wohl schönste: Er weckt täglich das Kind in mir.

 

Almirante

Durch einen Tipp und ganz viel Glück habe ich Almirante gefunden und Ende November 2011 erworben. Almirante bedeutet übersetzt Admiral für mich müsste er Coraco (Herz) heißen.

 

Almirante kommt ursprünglich aus Portugal wo er auch angeritten wurde. Ich habe ihn sieben jährig als vierten Besitzer gekauft. Durch seine sehr gute Veranlagung kann er körperlich viele Dinge mit einer unglaublichen Leichtigkeit umsetzen. Geistig ist er extrem sensibel und emotional gerne überschäumend. Doch es heiß „Zwei Geister müssen das wollen, was zwei Körper tun können.“ So ist es die größte Aufgabe sein Herz und seinen Geist zu gewinnen. Stück für Stück habe ich seither begonnen mich mit ihm unterhalten zu können, sein Vertrauen zu gewinnen und sein Selbstbewusstsein zu stärken. Im Frühjahr 2012 habe ich begonnen ihn an der Longe wie ein Jungpferd anzureiten.

 

Heute sind unsere Geister immer einiger und unsere Körper können immer wieder das tun was unsere Geister gemeinsam wollen. Almirante hat mich gelehrt meinen Geist zu öffnen um das Pferd zu erreichen und nicht auf Erfolge hin zu arbeiten, sondern einfach zu genießen und die Erfolge kommen zu lassen.

Kjarkur von Schlichtental

Kjarkur, geb. 1998 haben meine Eltern 2003 als Familien- und Freizeitpferd gekauft. Mit Kjarkur hatte ich eine wundervolle Jugend. Wanderritte, Turniere, Ausritte, Skijöring, Springen, Aufritte, Holzrücken… Ein unglaubliches tolles Pferd für alle Fälle.

 

Kjarkur hat mit mir alles durchgemacht was man als Teenie so durchmachen will. Leider habe ich damals zwar Unterricht genommen, immer den Sattler da gehabt und versucht alles richtig zu machen. Ein normaler Isländer hätte alles weggesteckt. Doch Kjarkur ist 10cm überbaut, sein Brustbein ist abgesunken und seine Hinterbeine sind wie Tischbeine steif und ziemlich unbeweglich. Hinzu kommt das Kjarkur für Gymnastik nichts übrig hat und sich als Galopper und Springpferd sieht. Mit viel Motivationsarbeit haben meine Mutter und ich Kjarkur 2010 noch einmal neu an der Hand gestartet. Mit der Zeit konnten wir Kjarkurs Bewegungsmuster schulmäßig in Schritt und Trab neu erarbeiten. Unsere Arbeit wurde durch Frau Dr. Kasitz und Edith Kudielka maßgeblich unterstützt. 2011 konnte meine Mutter Kjarkur bei Bent Braderup das erste Mal unter dem Sattel vorstellen. Fast hätte man Kjarkur nicht mehr erkannt.

 

Kjarkur hat mir gezeigt wie wichtig kleine Schritte mit viel Motivation und eine solide Grundlagenarbeit sind.